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Unterzuckerung

Eine Unterzuckerung, oder auch Hypoglykämie haben viele Menschen schon einmal erlebt. Man fühlt sich plötzlich schwach und hat Heißhunger. Intuitiv behebt man die Unterzuckerung allein, ohne weiter darüber nachzudenken. Es kann sich in so einer Situation aber auch um einen niedrigen Blutdruck handeln.

Unterzuckerung

Eine Unterzuckerung haben viele Menschen schon einmal erlebt.

Was genau ist eine Unterzuckerung?

In der Medizin spricht man von einer Hypoglykämie, wenn die Blutglukose-Konzentration unter 60 mg/dl oder 3,3 mmol/l absinkt. Man bestimmt den Wert mit einer venösen Blutabnahme oder durch einen Bluttest aus den Kapillaren, wie zum Beispiel am Finger oder am Ohrläppchen.

Was kann eine Unterzuckerung auslösen?

Ein gesunder Mensch sollte eher selten eine Unterzuckerung erleiden, weil der Körper durch Energiereserven in der Leber in Lage ist, auf niedrige Blutzuckerwerte zu reagieren. Durch Freisetzung von körpereigenem Glykogen steigt der Wert wieder an. Es kann höchstens beim Fasten oder bei einem Magen-Darm Infekt zu Hypoglykämien kommen, denn dann sind die Leberspeicher oft leer. Bei Diabetes mellitus kann es allerdings regelmäßig zu einer Unterzuckerung kommen. Besonders Menschen mit Diabetes Typ 1, der im Kinder- und Jugendalter auftritt, neigen zu Hypoglykämien. Die Ursache dafür liegt beim Insulin, das dem Körper bei diesem Diabetestyp, je nach Kohlenhydratzufuhr gespritzt wird. Kommt es zu einer Fehleinschätzung der aufgenommenen Nahrung oder auch zu übermäßiger, körperlicher Aktivität, besteht ein Insulinüberschuss. Da das Hormon den Blutzucker sinken lässt, kann es dann zu niedrigen Blutzuckerwerten kommen. Aber auch die Zuckerkrankheit bei älteren Menschen, die den Diabetes mellitus Typ 2 haben, können bei ihrer Medikation eine Hypoglykämie bekommen. Es ist daher sehr wichtig, dass sie ihre Blutzuckerwerte regelmäßig messen und die Einstellung vom Diabetologen überwachen lassen.

Was sind die Symptome einer Unterzuckerung?

Die Symptome sind von Mensch zu Mensch verschieden. Typische Erscheinungen sind Zittern, Heißhunger, Blässe, Schwindel, Wesensveränderungen und schließlich auch Bewusstlosigkeit und Krampfanfälle. Bei den ersten Anzeichen muss sofort Traubenzucker, Cola oder Saft zugeführt werden, um schwere Schocksituationen zu verhindern. Bei Bewusstlosigkeit hilft nur die stabile Seitenlage und der Notarzt, der Glukose über die Vene verabreichen kann. Es bleiben in der Regel keine Schäden zurück. Es sollte trotzdem nie zu schwersten Hypoglykämien kommen. Besonders im Straßenverkehr oder beim Schwimmen müssen die Werte gut kontrolliert werden. Ein gut geschulter Diabetiker bekommt diese Schwankungen jedoch zumeist sehr gut in den Griff.